Speditionen und Matratzenhersteller
Auch Matratzenhersteller sind auf die Dienstleistungen von Speditionen angewiesen. Wie alle produzierenden Unternehmen müssen auch sie ihre Ware an den Kunden ausliefern lassen. Nicht jedes Unternehmen, das im Bereich der Produktion tätig ist, verfügt über eigene Lkws, da sich die Leitung eines Fuhrparks nicht immer lohnt. Es müssen Lkws angeschafft werden, die geeigneten Anhänger dazu gekauft werden, die Fahrzeuge verbrauchen Sprit, müssen in Stand gehalten werden, und auch die Fahrer verursachen eine Menge Lohnkosten. Hinzu kommt es, dass die Fahrzeuge auch disponiert werden müssen, das heißt, mindestens eine zusätzliche Kraft ist erforderlich, die die Verantwortung für die Logistik übernimmt. So ist es oftmals einfacher, fremde Speditionen mit der Auslieferung der produzierten Waren zu beauftragen, als diese Arbeit im eigenen Betrieb zu erledigen. Erst ab einer gewissen Größe kann ein Unternehmen darüber nachdenken, sich einen eigenen Fuhrpark zuzulegen.
Geht bei einem Matratzenhersteller eine Bestellung ein, wird natürlich so schnell wie möglich dafür gesorgt, dass die Ware auch ausgeliefert werden kann. Es ist schwierig, zwischen Lagerhaltung und laufende Produktion zu entscheiden. Über Produktionen müssen oft zu günstigen Preisen verkauft werden, was wir nicht unbedingt im Sinne der Firma ist. Wenn man also merkt, dass ein Artikel nicht mehr so gut verkauft wird, wird dieser weniger oder nur noch auf Anfrage produziert. Dennoch muss gegenüber allen Kunden eine gewisse Lieferzeit eingehalten werden; vergeht zu viel Zeit von der Annahme der Bestellung bis zur Auslieferung, verliert man die Kunden sehr schnell an ein anderes Unternehmen, welches schneller liefern kann.
Beim Matratzenhersteller bestellen hauptsächlich Händler. Private Personen haben kaum direkten Zugriff auf die Angebote der Hersteller, dass sich der Verkauf von kleinen Posten oder Einzelstücken für das große Unternehmen nicht lohnt. Werden also hauptsächlich Großhändler, Online Shops oder Möbelhäuser beliefert. Auch hier wird darauf geachtet, nicht kleinere Mengen einzukaufen, da der Stückpreis mit zunehmender Menge meistens abnimmt, und die Gewinnspanne dementsprechend steigt. Sind beim Matratzenhersteller alle bestellten Matratzen fertiggestellt, wird nach einer günstigen Spedition gesucht. Der Fahrer kommt direkt mit seinem Fahrzeug zum Werk, um dort die Waren und die dazugehörigen Lieferscheine in Empfang zu nehmen. Oftmals werden auch die Lieferungen an mehrere Kunden, die auf einem Weg liegen, zu einer Tour zusammengefasst.
Auch beim Kunden muss der Fahrer des Lkws seine Papiere vorzeigen und gegenzeichnen lassen. Nur, wenn sowohl der Matratzenhersteller, als auch der Kunde mit ihrer Unterschrift die Papiere besiegelt haben, kann die Spedition ihre Abrechnung erstellen. Die Speditionen berechnen ihre Preise nach der Entfernung, die zwischen Matratzenhersteller und Kunde liegt, abhängig davon, wie für Maut auf dieser Strecke bezahlt werden muss, wie für Diesel die Maschinen verbrauchen, und was der Fahrer für seine Arbeitszeit an Geld bekommt. Für kleinere Mengen, die ausgeliefert werden müssen, gibt es bei manchen Speditionen die Möglichkeit, eine Beiladung anzumieten. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass die Matratzen, die direkt beim Hersteller abgeholt werden, nicht mit Produkten zusammen verladen werden, von denen übler Geruch ausgeht, die chemische Belastungen hervorrufen können, oder die die Ware beschädigen könnten. Sowohl in der Logistik als auch beim Fahrer des Lkws liegt einiges an Verantwortung, sowohl gegenüber dem Matratzenhersteller, als auch gegenüber dem Kunden.
